Let me be your Valentine...

Der Valentinstag gilt in Deutschland etwa seit Ende des Zweiten Weltkrieges als Tag der Verliebten und der Blumen. In Frankreich und England kennt man den Valentinstag bereits seit dem 14. Jahrhundert. Damals glaubten die Mädchen, sie würden den Mann heiraten, den sie am 14. Februar zuerst vor ihrem Haus erblicken.

Der Valentinstag vom 14. Februar hat eine besondere Geschichte. Es war einmal ein Mönch namens Valentin... ....der im 3. Jahrhundert n. Ch. in Rom lebte und der mit Vorliebe junge Paare traute. Das tat er so lange, bis Kaiser Marcus Aurelius Claudius das Zepter in Rom übernahm. Dessen Devise lautete  nämlich: „Soldaten statt Gatten“, und Valentins ehespenderisches Treiben war ihm ein Dorn im Auge.  „Er traut zuviel, ich traue ihm nicht“, so oder ähnlich soll Claudius über Valentin gesprochen haben. Ehe dies geschah, wanderte er hinter Gitter. Am 14. Februar 269 wurde Valentin hingerichtet. Wie viele christliche Feiertage hat aber auch der Valentinstag heidnische Wurzeln. Im antiken Rom wurde am 14. Februar das Fest des Hirtengottes Lupercus gefeiert. Hier fanden junge Paare in einer Art Liebeslotterie zueinander. Der christliche Valentinstag wurde züchtiger zelebriert: Statt Losen mit den Namen ihrer Liebsten zogen die Jugendliche nun solche mit den Namen christlicher Heiliger. Dann geriet der Valentinstag in Vergessenheit. Erst im späten 14. Jahrhundert wurde er wieder als Fest der Liebenden gefeiert. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden in England und Frankreich die ersten aufwendigen Klapp- und Faltkarten entwickelt. Nirgends aber wird St. Valentin mit mehr Begeisterung gefeiert als in Amerika, wo 1849 die erste Grußkarte zum Valentinstag verlegt wurde. Jahr für Jahr verschicken die Amerikaner zum 14. Februar  über eine Milliarde Grußkarten- das ist weit mehr, als in Deutschland pro Jahr an Weihnachts-, Geburtstags- und sonstigen Grußkarten zusammen gekauft wird.

Der Valentinstag lässt allerdings längst nicht mehr nur die Herzen der Verliebten, sondern auch die der Floristen höher schlagen. Die empfehlen allen Valentinsfreunden, sich auch über die Symbolkraft und Farbauswahl der zu schenkenden Blumen Gedanken zu machen. Rot steht danach immer noch für Liebe und Leidenschaft, so dass ein Blumengruß aus roten Rosen oder Tulpen mitten ins Herz trifft.

Zum chinesischen Valentinstag...

Am siebten Tag des siebten Monats nach dem Mondkalender wird in Taiwan der chinesische Valentinstag begangen. Dieser als ch’i – hsi (siebter Abend ) bekannte Festtag erinnert an die alte Sage vom Liebespaar Kuhhirt und Weberin, das , symbolisiert durch zwei Sternbilder, auf Geheiß des Sonnengottes durch die

Milchstraße getrennt wurde, und sich nur an einem Tag im Jahr, eben jenem siebten Tag des siebten Mondes, vereinigen darf.

Im Laufe der Jahre haben die Marketingbemühungen von Kaufhäusern und Blumengeschäften den Austausch von Geschenken bei jungen Paaren immer beliebter werden lassen. Ganz oben in der Gunst der Liebenden stehen aber nach wie vor Blumenbouquets. Für die Floristen in Taiwan gelten dabei rote Rosen als Zeichen wahrer Liebe, gelbe Rosen stehen für Freundschaft, Lilien bedeuten Frohsinn, und rote Tulpen eine Liebeserklärung.

Umsatz floriert am Valentinstag

In Großbritannien sind Grußkarten beliebt – Deutsche ziehen Blumen vor. In England machen die Hersteller von Grußkarten am Valentinstag ihre ganz großen Geschäfte. Auf der britischen Insel löst der 14. Februar eine Flutwelle von etwa 16 Millionen anonymer Liebesgrüße aus. Hierzulande freuen sich vor allem die Floristen über einen geschätzten zusätzlichen Umsatz von 25 bis 50 Prozent. Mittlerweile drängen andere Branchen ebenfalls in das Geschäft – auch Schmuck und Süßigkeiten können Zuneigung übermitteln. Nach wie vor  geben die Deutschen durchschnittlich 155 DM im Jahr für Blumen und Pflanzen  aus. Beim Kauf von Schnittblumen nehmen sie mit acht Mrd. DM ein Siebtel des weltweiten Budgets (68 Mrd. DM) in Anspruch.

Zum Valentinstag die Liebste mit einem süßen Herz erobern

„Ich zittre, Du könntest mir jemals wieder verloren gehen". So poetisch können nur Dichter, Schriftsteller und Erzähler ihre unsterbliche Liebe gestehen. Doch so, wie Kurt Tucholsky in einem Brief an seine Frau Mary seine Gefühle ausdrückt, so möchte manch ein schüchterner Liebhaber sich gerade in diesen Tagen seinem Herzblatt offenbaren. Denn am Valentinstag wird vor allem Gefühl gezeigt. Wenn Romeo seiner Julia jedoch einen klassischen Liebesbrief schreiben will, dann sollte er zunächst einen Blick in die Broschüre „Kleine Anleitung zum erfolgreichen Verfassen von Liebesbriefen„ werfen. Denn in diesem kleinen Heft sind alle Tricks und Tipps zusammengestellt, damit nicht mit einem einzigen Satz alles verdorben ist.

Den Valentinstag verdanken wir dem heiligen Valentin, der einer Legende zufolge seiner Freundin eine Karte mit den Worten „von Deinem Valentin“ schickte.

Ich habe aber auch an diejenige gedacht, die diesen Tag ganz allein verbringen werden. Ich saß dieses Jahr mit einem meiner Kumpels in unserer Stammkneipe, wo zu diesem Tag eine Party stieg. Ich fühlte mich jedoch dort nicht wohl und irgendwo in der Ecke begann ich zu schreiben... Ein Gedicht zu schreiben.

Mal sehen, ob es euch gefallen wird.