10 Jahre sind vorbei

Entstehungsidee

Eine der Konsequenzen der politischen Wende in Polen (1989) war das wachsende Interesse der Schulen an Fremdsprachen und die zunehmende Bedeutung der westeuropäischen Sprachen. An erster Stelle rangierten Englisch, Deutsch und Französisch.

Es entstand ein dringendes Bedürfnis nach Ausbildungneuer Lehrkräfte, die sich auf Fremdsprachen spezialisieren würden. Die Antwort war die Gründung von mehr als 40 Fremdsprachenkollegs in Polen, u.a. des Kollegs in Legnica.

Grundlagen für die Entstehung des Fremdsprachenkollegs in Liegnitz

Seine Lehrtätigkeit begann unser Fremdsprachenkolleg im September 1990. Aber bevor es dazu kam, schufen die damalige Schulbeauftragte, Frau Alicja Kopestyńska, der erste Leiter des Fremdsprachenkollegs, Herr Ferdynand Jaszczyk und diejetzige Schulleiterin, Frau Bożena Kulczycka, die Grundlagen dafür :

1990

Im Jahr 1990 wurde das Fremdsprachenkolleg in Legnica neben den Kollegs Wrocław und Bydgoszcz zu einer der drei besten Schulen dieser Art in Polen gewählt und fand die Anerkennung der Kommission des Europarates. Es gab verschiedene Faktoren, die dazu beitrugen. Dazu gehörte die Unterstützung aus dem Phare-Fonds, der die ständige Weiterbildung der Lehrkräfte ermöglichte. Im Rahmen der Kurse konnte man moderne Unterrichtsmittel und die neueste Lehrmethodenkennen lernen.

Am Kolleg wurden muttersprachliche Lehrer beschäftigt, die aus Frankreich, England, den USA undDeutschland kamen. Eine wesentliche Rolle spielten dabei die internationalen Institutionen wie z.B. die Batory–Stiftung, die Universität in Georgtown, das Goethe–Institut, die französische Botschaft unddas Friedenschors.

Grundlagen des Programms

Das Fremdsprachenkolleg soll die Studenten während eines 3-jährigen Studiums in folgenden Bereichen ausbilden:

Der Absolvent des Kollegs hat dank seines Diploms die Möglichkeit, entweder in einer Grund- oder in einer Oberschule zu unterrichten.

Er hat auch das Recht, weiter zu studieren und nach zusätzlichen zwei Jahren den Magistertitel zu erlangen.

Statistik

Das Fremdsprachenkolleg haben bereits sieben Jahrgänge beendet. In diesem Zeitraum haben 467 Studenten das Diplom des Fremdsprachenkollegs bekommen. Von dieser Gruppe haben 90% das Magisterstudiumaufgenommen. Etwa 40 – 50% der Absolventen unterrichten in Schulen.

Die Zusammenarbeit der deutschen Abteilung mit dem Ausland

Im Jahre 1991 wurden die Beziehungen der deutschen Abteilungmit Oerlinghausen und Bischofswerda geknüpft. Ein fester Bestandteil dieser Zusammenarbeit warenvon Anfang an die Weiterbildungsseminare in Oerlinghausen, die jedes Jahr stattfanden und zum Ziel hatten, die Kontakte zwischen den beiden Ländern zu vertiefen und zu erweitern.

Dem Fremdsprachenkolleg ist es auch gelungen, mit den wissenschaftlichen Instituten in Haushamm, Wuppertal und Bielefeld Kontakte aufzunehmen.

Publizistik

Seit dem Jahr 1994 wird die neuphilologische Fachzeitschrift „Orbis Linguarum“ herausgegeben. In ihren Spalten veröffentlichen die Lehrer der Fremdsprachenkollegs ihre Beiträge und können auf diese Weise ihre Erfahrungen und Forschungsergebnisse austauschen.

Der 22. Oktober 1999

Im Zusammenhang mit dem Jubiläum des Kollegs hat am 22.10.1999 die 10. feierliche Eröffnung des Studienjahres stattgefunden. Alle Studenten haben daran aktiv teilgenommen. Nach der Messe in der St.Johannis–Kirche sammelten wir uns im Rittersaal, wo neben den Studentendes Fremdsprachenkollegs (vor allem den Studenten des ersten Studienjahres) auch viele prominente Gäste erschienen. Außerdem kamen auch die Vertreter der lokalen Medien. Es herrschte eine besonders feierliche Stimmung.

Als Erste ergriff unsere Schulleiterin, Frau Bożena Kulczycka, das Wort, die das neue Studienjahr feierlich eröffnete und von der Tätigkeit des Kollegs im Allgemeinen sprach. Genauere Informationen über unser Kolleg vermitteltedie stellvertretende Leiterin Małgorzata Szulc – Kurpaska. Dann kam der erwartete Moment: Nach dem feierlichen Gelöbnis bekamen die neu aufgenommenen Studenten ihre Studienbücher. Das Ganze umrahmte der Chor der Musikschule aus Liegnitz. Dann haben die Vertreter des zweiten Studienjahres ihre neuen Kameraden begrüßt. Außerdem hatten alle die Gelegenheit, dem Vortrag von Frau Krystyna Gabryjelska vom Institut für Romanische Sprachen der Universität Wrocław unter dem Titel „Das Familienleben im früheren Frankreich“ zuzuhören.

Von: Emilia Jureńczyk, Elżbieta Kurek, Adriana Sułek und Natalia Ziobrowska