Andreas Gryphius – der berühmte Deutsche aus... Glogau

Andreas Gryphius war der größte deutsche Lyriker und Dramatiker des 17. Jahrhunderts und die Hauptgestalt der deutschen Barockliteratur. Er war und ist der berühmteste Sohn der Stadt Glogau (geb. am 2 Oktober 1616 in Glogau) und des Glogauer Landes - Dichter, Politiker, Universitätslehrer. Der Ruhm von Gryphius beruht auf seinem dichterischen Schaffen. Er schrieb in deutsch und lateinisch viele Gedichte, Sonette, Lustspiele, Tragödien.

Die Trauerspiele von Gryphius sind unbestrittene Höchstleistungen der deutschen Barockliteratur. Sie erwuchsen inhaltlich aus schweren, persönlichen Schicksalsschlägen und den Wirren und Schrecken des Kriegs.

          

Andreas - Gryphius - Preis: Literaturpreis der Künstlergilde

Der Preis wird an Autoren verliehen, deren Publikationen (insbesondere Prosa, Lyrik, Drama. Essay, Hörspiel, Drehbuch) deutsche Kultur und Geschichte in Mittel-, Ost- und Südosteuropa reflektieren. Er kann auch für literarische Arbeiten vergeben werden, die vor dem Hintergrund dieses Kulturbereichs stehen und zur Verständigung zwischen den Deutschen und ihren östlichen Nachbarn in einem Europa der Literaturen und Regionen beitragen.

Der Preis ist mit 25.000 DM dotiert. Zusätzlich wird ein Sonderpreis mit 7.000 DM verliehen, der auch als Stipendium vergeben werden kann. Die Preise werden vom Bundesministerium für Inneres dotiert.

Der Andreas - Gryphius - Preis, einer der bedeutendsten Literaturpreise Deutschland, wurde zum ersten Mal 1957 in Düsseldorf verliehen. Seit Anfang 1990 wird dieser Preis, alle zwei Jahre, in Glogau/G3ogów vergeben. Für alle Glogauer ist es eine große Ehre, dass dieser Preis, der der kulturellen Zusammenarbeit Deutschlands mit den mittel- und osteuropäischen Staaten dient, in ihrer Stadt überreicht wird.

Andreas - Gryphius - Preisträger sind unter anderem:

1957 Heinz Piontek - Hauptpreis
1959 August Scholtis - Hauptpreis
1962 Karl Dedecius - Förderungspreis
1967 Horst Bienek - Ehrengabe
1971 Wolfgang Koeppen - Hauptpreis
1972 Walter Kempowski - Ehrengabe
1977 Reiner Kunze - Hauptpreis
1979 Siegfried Lenz - Hauptpreis
1991 Helga Schütz - Ehrengabe
1992 Janosch (Horst Eckert) - Hauptpreis
1992 Pawel Huelle - Förderungspreis
1995 Andrzej Szczypiorski - Hauptpreis
1997 Dr.h.c Karl Dedecius - Hauptpreis