Andreas Gryphius war der größte deutsche Lyriker und Dramatiker des 17. Jahrhunderts und die Hauptgestalt der deutschen Barockliteratur. Er war und ist der berühmteste Sohn der Stadt Glogau (geb. am 2 Oktober 1616 in Glogau) und des Glogauer Landes - Dichter, Politiker, Universitätslehrer. Der Ruhm von Gryphius beruht auf seinem dichterischen Schaffen. Er schrieb in deutsch und lateinisch viele Gedichte, Sonette, Lustspiele, Tragödien.
Die Trauerspiele von Gryphius sind unbestrittene Höchstleistungen der deutschen Barockliteratur. Sie erwuchsen inhaltlich aus schweren, persönlichen Schicksalsschlägen und den Wirren und Schrecken des Kriegs.
Threnen des Vaterlandes. Anno 1636
Łzy ojczyzny. Anno 1636
Andreas - Gryphius - Preis: Literaturpreis der Künstlergilde
Der Preis wird an Autoren verliehen, deren Publikationen (insbesondere Prosa, Lyrik, Drama. Essay, Hörspiel, Drehbuch) deutsche Kultur und Geschichte in Mittel-, Ost- und Südosteuropa reflektieren. Er kann auch für literarische Arbeiten vergeben werden, die vor dem Hintergrund dieses Kulturbereichs stehen und zur Verständigung zwischen den Deutschen und ihren östlichen Nachbarn in einem Europa der Literaturen und Regionen beitragen.
Der Preis ist mit 25.000 DM dotiert. Zusätzlich wird ein Sonderpreis mit 7.000 DM verliehen, der auch als Stipendium vergeben werden kann. Die Preise werden vom Bundesministerium für Inneres dotiert.
Der Andreas - Gryphius - Preis, einer der bedeutendsten Literaturpreise Deutschland, wurde zum ersten Mal 1957 in Düsseldorf verliehen. Seit Anfang 1990 wird dieser Preis, alle zwei Jahre, in Glogau/G3ogów vergeben. Für alle Glogauer ist es eine große Ehre, dass dieser Preis, der der kulturellen Zusammenarbeit Deutschlands mit den mittel- und osteuropäischen Staaten dient, in ihrer Stadt überreicht wird.
Andreas - Gryphius - Preisträger sind unter anderem:
| 1957 | Heinz Piontek | - Hauptpreis |
| 1959 | August Scholtis | - Hauptpreis |
| 1962 | Karl Dedecius | - Förderungspreis |
| 1967 | Horst Bienek | - Ehrengabe |
| 1971 | Wolfgang Koeppen | - Hauptpreis |
| 1972 | Walter Kempowski | - Ehrengabe |
| 1977 | Reiner Kunze | - Hauptpreis |
| 1979 | Siegfried Lenz | - Hauptpreis |
| 1991 | Helga Schütz | - Ehrengabe |
| 1992 | Janosch (Horst Eckert) | - Hauptpreis |
| 1992 | Pawel Huelle | - Förderungspreis |
| 1995 | Andrzej Szczypiorski | - Hauptpreis |
| 1997 | Dr.h.c Karl Dedecius | - Hauptpreis |